RegioSkills 2026 - Acht junge Maurer bauten am MAG um die Wette
3,5 Tage beziehungsweise 22,5 Stunden
hatten die acht Teilnehmenden Zeit, um das Stadtmuseum Aarau nachzubauen. Mit der Wahl dieses regional bekannten Objekts schaffte es die Jury, die Verbindung zu Aarau herzustellen und gleichzeitig das Interesse der Passanten zu wecken. Für die Umsetzung der Aufgabe standen den Kandidaten 479 Backsteine sowie genügend Mörtel und das passende Werkzeug zur Verfügung.
Plan studieren, konzentrieren und loslegen
Am Donnerstagmorgen erhielten die Kandidaten von der Wettkampfleitung den Plan im Massstab 1:10 sowie alle relevanten Informationen zur Aufgabenstellung und zum Wettkampf. Danach folgte das einstündige Planstudium. In dieser Zeit konnten sich die Teilnehmer Gedanken darüber machen, wie sie die anspruchsvolle Aufgabe umsetzen wollten.
Doch nicht nur die Aufgabenstellung stellte die jungen Maurer vor Herausforderungen. Auch der Druck, vor Publikum zu arbeiten, war für viele ungewohnt. Denn unzählige MAG-Besucher verfolgten den Wettkampf aus nächster Nähe und konnten jeden einzelnen Arbeitsschritt beobachten.
22,5 Stunden voller Konzentration
Nicht alle Kandidaten schafften es, die Aufgabe bis Sonntagmittag vollständig zu lösen. Trotzdem waren alle stolz auf ihre Leistung und gleichzeitig erleichtert, als die Wettkampfzeit zu Ende war.
Kurz nachdem die Kandidaten den Wettkampfort verlassen hatten, bewertete die Jury die Arbeiten. Beurteilt wurden unter anderem die Einhaltung der Masse sowie Senkel, Flucht, Blei und Winkel. Auch die Vollständigkeit des Objekts floss in die Bewertung ein. Insgesamt konnten maximal 100 Punkte erreicht werden.
Spannung bei der Rangverkündigung
Um 15 Uhr fanden sich zahlreiche Gäste zum VIP-Apéro mit anschliessender Rangverkündigung ein. Stefan Wittmer, Präsident des baumeister verband aargau, begrüsste die Anwesenden und dankte allen involvierten Personen für die Organisation der RegioSkills: «Es war für unseren Verband eine Ehre, die MLS (Maurerlehrhallen Sursee) bei der Organisation und Durchführung des Wettbewerbs tatkräftig zu unterstützen. Den Teilnehmenden gratuliere ich schon jetzt – unabhängig vom Rang – zu ihren herausragenden Leistungen.»
Fabian Züger, Geschäftsführer der MLS, unterstrich die Bedeutung des Wettkampfes und wies gleichzeitig auf die Chancen hin, die sich den jungen Berufsleuten eröffnen: «Die besten zwei Teilnehmer werden die Regionen an den SwissSkills 2027 vertreten und später vielleicht sogar an den Euro- oder WorldSkills.»
Dann lüftete er das Geheimnis um die Klassierungen. Jeder Teilnehmer erhielt zudem ein Geschenk für seinen Einsatz. Der undankbare dritte Platz ging an Noe Johnson (Hächler AG Bauunternehmen, Wettingen). Iwan Gisler von der Gamma AG Bau in Schattdorf belegte den zweiten Platz. Zuoberst aufs Podest schaffte es Luca Hug von der ERNE AG Bauunternehmung in Laufenburg.
Bildquelle: Pascal Johner, Fabian Züger
Text: Chris Regez