Neues Berufskapitel für 83 junge Bauprofis

Berufsbildung

Anlässlich einer gelungenen Feier des «baumeister verbandes aargau» erhielten 83 Maurer, Strassen-, Grund- und Gleisbauer – Frauen waren keine dabei – am 2. Juli 2026 ihr Eidgenössisches Fähigkeitszeugnis oder ihr Eidgenössisches Berufsattest.

«Heute ist ein besonderer Tag»

Begrüsste Timo Gisi vom Vorstand «baumeister verband aargau» die Anwesenden im bis auf den letzten Platz besetzten Campussaal in Windisch-Brugg und ergänzte: «Sie haben nicht nur Ihr Qualifikationsverfahren bestanden, sondern starten ein neues Berufskapitel. Um an diesen Punkt zu gelangen, mussten Sie viel leisten. Dabei haben Sie aber etwas von einem unschätzbaren Wert gelernt: ein Handwerk. Wir leben in einer Welt, in der KI immer wichtiger wird. Aber eine KI kann kein Handwerk ausüben, deshalb werdet ihr nicht von ihr ersetzt werden. In unseren Berufen bleibt der Mensch im Mittelpunkt.» Gisi fuhr fort, dass die 32 Maurer EFZ, 14 Baupraktiker EBA, 10 Gleisbauer EFZ, 1 Gleisbaupraktiker EBA, 2 Grundbauer EFZ, 20 Strassenbauer EFZ und 4 Strassenbaupraktiker EBA nun selbst entscheiden könnten, wohin sie ihr Weg führen würde, ob zum Beispiel eine Weiterbildung das Ziel wäre. «Wichtig ist, dass Ihr eure Tätigkeit mit einem grossen Berufsstolz ausübt», meinte Gisi und fügte hinzu: «Zu eurem erfolgreichem Lehrabschluss gratuliere ich euch von Herzen.»
Stephan Dörig von der Berufsschule für Verkehrswegebauer Sursee erläuterte, dass die Strassenbauer sich während 18 Stunden mit Plänen auf ihre Prüfung vorbereitet und sieben Tonnen pro Objekt verbaut hatten. Strassenbau ist Team-Arbeit, entsprechend arbeiten die Strassenbauer auch während der Prüfung in Teams und werden dabei zusätzlich von Zweitlehrjahrlernenden unterstützt.

Systemrelevante Branche

Stefan Wittmer, Präsident «baumeister verband aargau» betonte in seiner Rede, die 83 jungen Berufsleute seien in einer systemrelevanten Branche tätig. «Sie sind jetzt ein wichtiger Teil davon», rief er den Absolventen zu. Zudem erläuterte er, den jungen Bauprofis stünden viele Türe offen und ermunterte sie, dank einer Weiterbildung Karriere zu machen. «Ihr seid Botschafter für eure Berufe, eure Begeisterung dafür, was ihr macht, ist ansteckend», legte er den frisch Diplomierten ans Herz.
Die Übergabe der Eidgenössischen Fähigkeitszeugnisse und Eidgenössischen Berufsatteste erfolgte nach Berufsgattungen und Klassen. Jede Klasse wurde mit einem begeisterten Klatschen der Familien und Freunde bedacht. Anschliessend wurden die besten Absolventen ausgezeichnet. Sehr erfolgreich war Luca Manuel Hug von der Erne AG Bauunternehmung Laufenburg, der eine Gesamtnote von 5,6 erzielte und bei der Praktischen Prüfung eine 5,8. Bei der Praktischen Prüfung der Strassenbauer erzielten gleich 9 Kandidaten – von 20 – eine Note über 5,2, was für eine gute Qualität des Jahrgangs spricht.
Einen besonderen Dank richtete Timo Gisi an Eva Birchmeier, die die glanzvolle Feier auf die Beine gestellt hatte.

Rote Rosen und ein roter Teppich

Als Dankeschön für Ihre Unterstützung erhielten alle Mütter eine rote Rose. Die Festlichkeit des Anlasses unterstrich ein roter Teppich, auf dem die jungen Berufsleute wie Filmstars in den Campussaal gelangten. Dazu passte das Blitzlichtgewitter des Fotografen, bei dem sie sich ablichten lassen konnten. Musikalisch untermalt wurde die stimmungsvolle Feier von den Crazy Hoppers, einer begeisternden jungen Blasmusikformation. Anschliessend an die Ehrungen wartete ein feines Apéro Riche auf die jungen Berufsleute und ihre Begleiterinnen und Begleiter.

Text: Susanna Vanek

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